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Open Source

Psi 0.11 veröffentlicht

Nach einer langen Entwicklungszeit wurde endlich eine neue Version des Instant Messengers Psi für das Jabber-Protokoll (XMPP) veröffentlicht. Der, auf QT basierende, Messenger ist in meinen Augen das derzeit komfortabelste IM-Programm für das Jabber-Protkoll mit Unterstützung für GnuPG. Unter anderem wurden in der neuen Version die Ausgabe von Fehlern bei der Nutzung von PGP verbessert und das gesamte Projekt auf Qt4 portiert.

Jabber bezeichnet übrigens einen offenen, auf XML-Protokollen basierenden, Internetstandard für Instant Messaging. Im Gegensatz zu proprietären Netzwerken, wie etwa ICQ oder MSN, ist die Netzarchitektur dezentral aufgebaut. Es kann also jeder, der an diesem Kommunikationsnetzwerk teilnehmen will einen eigenen Jabber-Server betreiben. Die Kommunikation von Clients unterschiedlicher Jabber-Server, wird dadurch gewährleistet, dass jeder, an das Internet angebundene, Server Nachrichten mit anderen Servern austauschen kann. Eine empfehlenswerte Server-Applikation für das Jabber-Protokoll ist beispielsweise der Openfire Server, welcher schnell eingerichtet ist und über ein übersichtliches Webinterface konfiguriert werden kann.

Open Mobile Communication Project

An dieser Stelle will ich kurz auf das OpenMoko Projekt aufmerksam machen. Es handelt sich hierbei um ein Projekt, welches sich zum Ziel gesetzt hat, eine freie und quelloffene GSM-Smartphone-Plattform für Mobilfunkttelefone zu entwickeln. Die Plattform basiert unter anderem auf einem 2.6er Linux-Kernel, dem X-Window-System KDrive, Matchbox als Fenstermanager und GTK+. Durch die Nutzung des X-Windows-Systems kann jede Anwendung die auf dem einem Linux Desktop Rechner läuft auch auf der OpenMoko-Plattform genutzt werden.

Das erste Mobilfunktelefon des Projekts ist das Neo1973, welches unter vielen anderen Gimmicks auch einen Atheros 802.11b/g Adapter besitzt, der einem viele Möglichkeiten zur Nutzung des Telefons einräumt. So könnte es etwa als mobiles WLAN-Penetrations-Gerät oder einfach nur als VoIP-Telefon fungieren.

Das Gerät soll nächsten Monat endlich im deutschen Handel erscheinen und für ca. $350 (ohne Vertrag) an den Endverbraucher vertrieben werden. Aktuell befinden sich nur Entwicklerausführungen des Mobilfunktelefons im Umlauf. Wer brauch da bitte noch so einen proprietären Müllhaufen wie das IPhone?

Links: OpenMoko versus IPhone, Bild vom Neo1973

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