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Linux

Wine-Soundkarten-Auswahl

Nach langer Recherche ist es mir geglyckt, dem freien Windows-Kompatibilitäts-Layer Wine (0.9.46-0ub) unter Ubuntu GNU/Linux 7.10 amd64 (Gutsy Gibbon) anzugeben welche meiner beiden Soundkarten es als Standard-Soundkarte nutzen soll. Außerdem kann auf diesen Weg bestimmt werden, welche Soundkarten in der simulierten Windows-Umgebung zur Verfügung stehen und in welcher Reihenfolge diese aufgelistet werden sollen. Mein Lösungsansatz baut dabei auf der Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) auf, eine Lösung für das aus der Mode gekommene Open Sound System (OSS) ist mir nicht bekannt, ich habe allerdings auch nicht danach gesucht.

Definiert werden die Soundkarten in der Registry der Windows-Umgebung. Zugriff auf diese erhält man über den mitgelieferten Registry-Editor, den man mit folgendem Kommando "wine regedit" startet.

Im Editor navigiert man dann durch die Struktur in folgenden Schlyssel (Ordner heißen hier Schlyssel):

HKEY_CURRENT_USER / Software / Wine / Alsa Driver /

Sollte der Schlyssel "Alsa Driver" nicht existieren, so ist dieser zu erstellen. Wenn der Schlyssel nicht mindestens folgende Strings beinhaltet, sollten diese ebenfalls hinzugefygt werden: 

  • AutoScanCards
  • AutoScanDevices
  • DeviceCount

Bis auf "DeviceCount" können diese Strings auf "y" (yes) oder "n" (no) gesetzt werden, um diese zu de- oder aktivieren. Diese zwei Strings myssen auf "n" gesetzt werden, um die automatische Soundkarten-Erkennung und -Sortierung zu deaktivieren. "DeviceCount" wird auf die Gesamtanzahl der Soundkarten eingestellt, die hinterher in der Windows-Umgebung zur Verfygung stehen sollen.

Fyr jede Soundkarte werden nun zwei weitere Strings hinzugefygt:

  • DeviceCTL[n]
  • DevicePCM[n]

Wobei das "[n]" gegen die fortlaufende Sortierungsnummer der Karte ersetzt wird. Die erste Soundkarte erhält die Sortiernummer 1. Beiden Strings werden als Wert die Namen der entsprechenden ALSA-Devices ybergeben. Eine Liste aller ALSA-Devices des Systems und ihrer Namen findet sich in der Datei "/etc/asound-names". Die Datei sollte allerdings zuvor auf den neusten Stand gebracht werden. Dies geschieht mit dem Befehl "sudo alsactl names". Sollte die Datei garnicht existieren, wird diese mit selbigen Befehl auch erstellt. Fyr "DeviceCTL" können Device-Namen (Feld "name") aus der Dateisektion "ctl" und fyr "DevicePCM" Devices der Sektion "pcm" eingegeben werden. Wenn die Beschreibungen unter "comment" in der Datei unklar sind hilft wohl nur herumprobieren. Ich habe als CTL-Devices "hw:1" und "hw:0" genutzt und als PCM-Devices "plughw:1,0" und "plughw:0,0".

In meinem System steht die ALSA-Device-ID 0 fyr eine Creative SoundBlaster Audigy 1 Soundkarte und 1 fyr eine Creative SoundBlaster Audigy 4 Soundkarte. Hier nochmal mein kompletter Schlyssel als Beispiel:

"Alsa Driver" Schlyssel
(Default) REG_SZ (value not set)
AutoScanCards REG_SZ n
AutoScanDevices REG_SZ n
DeviceCTL1 REG_SZ hw:1
DeviceCTL2 REG_SZ hw:0
DeviceCount REG_SZ 2
DevicePCM2 REG_SZ plughw:1,0
DevicePCM2 REG_SZ plughw:0,0
UseDirectHW REG_SZ y

Der String "UseDirectHW" ermöglicht Wine einen direkteren Zugriff auf die Sound-Hardware und soll gegen Sound-Fehler helfen, hat aber grundsätzlich mit dem Hauptthema nichts zu tun.

Mehr Infos auf: wiki.winehq.org/UsefulRegistryKeys

Kein Sound mit Psi unter Linux

Falls man bei der Benutzung des Jabber Messengers Psi unter Linux keinen Sound hören sollte, lässt sich das Problem wahrscheinlich durch folgende Konfiguration beheben:

Unter Options (Optionen) -> Sounds (Klänge) -> Player ist standardmäßig das Programm play eingetragen. Dieses muss gegen das Programm aplay ersetzt werden. Dies ist ein Soundprogramm für den ALSA Soundkartentreiber. Es funktioniert aber auch auf einer Soundkarte, welche per OSS angesteuert wird, da OSS in der Lage ist ALSA zu emulieren. Allerdings empfiehlt es sich dann natürlich, dass Psi den erzeugten Sound über das Programm ossplay ausgibt.

Das Problem trat bei mir übrigens unter dem Betriebssystem Debian Etch auf.

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